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„Korken für Kork“ ändert Verarbeitung

01.07.2014

(fb) Die Verarbeitung gesammelter Korken in der Sammelaktion „Korken für Kork“ wird zum 1. Juli 2014 geändert. Künftig werden die gesammelten Korken unsortiert an einen Kooperationspartner verkauft. Er hatte bereits in den vergangenen Jahren die Übermengen von Echt- oder Presskorken zur Produktion von Pinnwänden und Dämmplatten übernommen und vergütet.

Seit 1991 wurden über 50.500 Kubikmeter gebrauchte Korken in den Hanauerland Werkstätten der Diakonie Kork zu Korkschrot weiterverarbeitet oder als sortenreiner Rohstoff abgegeben. Das entspricht über zwei Milliarden Korken, die aneinander gereiht fast zweimal rund um den Äquator reichen würden.
Während zu Spitzenzeiten über 3.500 Kubikmeter Korken jährlich in Kehl-Kork angeliefert wurden, ist das Korkenaufkommen in den letzten Jahren auf rund ein Drittel gesunken. Die hohen Grundkosten, zum Beispiel für die Bereithaltung erforderlicher Lagerkapazität, belasteten zunehmend die Produktionserlöse der Hanauerland Werkstätten.
Für einen Beschäftigten mit Behinderung aus der Korkenverarbeitung konnte ein integrativer Arbeitsplatz* bei der Spedition geschaffen werden, die in Deutschland und im angrenzenden Ausland die gesammelten"Korken für Kork" abholt. Die anderen Beschäftigten der Korkenverarbeitung werden künftig in der Produktion der Hanauerland Werkstätten Montage- und Verpackungsaufträge bearbeiten. Hierunter werden auch Produkte aus Kork fallen, wie zuletzt Schlüsselanhänger für Mitgliedszünfte des Ortenauer Narrenbundes.
Die Organisation der „Korken für Kork“-Sammlung und die Kommunikation mit den Sammelstellen bleiben unverändert in den Hanauerland Werkstätten.
Kontakt: korken-fuer-kork@diakonie-kork.de
Vor allem die Verwendung von Schraubverschlüssen und Kunststoffstopfen führte seit etwa zehn Jahren zu einem kontinuierlich sinkenden Aufkommen. Bundesweit gibt es rund 3.000 Sammelstellen bei engagierten Einzelpersonen, Gruppen, Kirchengemeinden, Kommunen oder Landkreisen. Sie sammeln „Korken für Kork“, um den natürlichen Wertstoff Kork zu er-halten und um die Arbeit der Diakonie Kork zu fördern. In mehreren Landkreisen ist die ökologisch-soziale Sammelaktion fester Bestandteil der Umwelterziehung geworden. Korkensammelwettbewerbe schärfen in Kindergärten und Schulen das Bewusstsein für die Mülltrennung und Erhaltung von Wertstoffen.
Mehr zum natürlichen Rohstoff Kork.

* "Ausgelagerter Arbeitsplatz der Hanauerland Werkstätten" 

 

Projekte

Inklusion in Kork

Die Ortschaft Kork macht die Inklusion zum Thema.  

Beratungsstellen

Das Epilepsiezentrum Kork trägt die EpilepsieBeratungsstelle in Kork mit einer Außenstelle in Karlsruhe.

Menschen ohne Lautsprache oder mit eingeschränkten Möglichkeiten zur Artikulation erhalten umfassende Beratung über technische und nicht technische Hilfsmittel in der Beratungsstelle "Unterstützte Kommunikation".

Hier gibt es Wissenswertes zur Krankheit "Epilepsie".

Modellprojekt Epilepsie

Das "Modellprojekt Epilepsie" unterstützt die berufliche Integration junger Menschen mit Epilepsie und weiteren Beeinträchtigungen.

mitMenschPreis

Das Projekt "zueinander-miteinander-füreinander" wurde mit dem mitMenschPreis ausgezeichnet und im Film dokumentiert.

 
 

 © Diakonie Kork