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Alfred-Hauptmann-Preis 2015 geht an Wissenschaftler am Epilepsiezentrum Kork

30.04.2015

Für ihre vergleichende Forschung auf dem Gebiet der operativen Epilepsietherapie wurden bei der 9. Dreiländertagung in Dresden die Erstautorin Dr. Anne-Sophie Wendling und der korrespondierende Autor Prof. Dr. Bernhard Steinhoff mit dem Alfred Hauptmann-Preis ausgezeichnet.

 Die Psychologin an der Epilepsieklinik für Erwachsene und der Ärztliche Direktor des Epilepsiezentrums Kork nahmen den mit 10.000 Euro dotierten Preis stellvertretend für eine Multiautorengruppe aus Kehl-Kork, Straßburg und Freiburg entgegen. Der renommierte Preis wird durch die Deutsche und Österreichische Gesellschaft für Epileptologie und durch die Schweizerische Liga gegen Epilepsie gemeinschaftlich verliehen. Er ist nach dem deutschen Neurologen und Psychiater Alfred Hauptmann benannt und wird alle zwei Jahre für die beste wissenschaftliche Arbeit aus dem deutschsprachigen Raum auf dem Gebiet der experimentellen und klinischen Epileptologie vergeben.

Dr. Thomas Mayer, Tagungspräsident und  Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie, Prof. Dr. Bernhard Steinhoff, Ärzlicher Direktor des Epilepsiezentrums Kork, Dr.  Anne-Sophie Wendling, Psychologin an der Epilepsieklink für Erwachsene in Kork, Dr. Günter Krämer, 1. Vorsitzender der Schweizerischen Liga gegen Epilepsie und Vorsitzender des Preisrichterkuratoriums, Dr. Florian Hummel, UCB GmbH (v.l.)

Die preisgekrönten Publikationen widmeten sich den Ergebnissen epilepsiechirurgischer Eingriffe am Schläfenlappen. Sie sind ein Ergebnis der grenzüberschreitenden wissenschaftlichen und klinischen Zusammenarbeit mit der Universität Straßburg. In deren Abteilung für Neurologie wurden über viele Jahre Schläfenlappenoperationen bei bestimmten Patienten aus operationstechnischen Gründen anders durchgeführt als im Neurozentrum der Universität Freiburg, einem Kooperationspartner des Epilepsiezentrums Kork. Dies eröffnete die wissenschaftliche Chance, unabhängig von individuellen Krankheitsverläufen, Aussagen zur Wirksamkeit und Verträglichkeit der beiden zur Diskussion stehenden Operationsmethoden zu treffen. Es konnte gezeigt werden, dass die etwas großzügigere Operationsmethode, die in Frankreich durchgeführt wurde, zu etwas höheren, aber nicht signifikant höheren Quoten an Anfallsfreiheit führte. Dem gegenüber ließ die enger umschriebene Operationsweise der Freiburger Operationsteams (selektive Amygdalohippokampektomie) in Teilaspekten bessere neuropsychologische Ergebnisse nach der Operation zu. Vor allem die methodische Herangehensweise war für die lange diskutierte Frage neu und jetzt ein Grund für die Auszeichnung durch die drei deutschsprachigen Sektionen der Internationalen Liga gegen Epilepsie.

Ausgezeichnet wurden die Publikationen: 

  • “Selective amygdalohippocampectomy versus standard temporal lobectomy in patients with mesial temporal lobe epilepsy and unilateral hippocampal sclerosis”.
    (Epilepsy Res 2013;104:94-104)
  •  „Selective amygdalohippocampectomy versus standard temporal lobectomy in patients with mesiotemporal lobe epilepsy and unilateral hippocampal sclerosis: post-operative facial emotion recognition abilities.“
    (Epilepsy Res 2015;111:26-32)
 

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