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Korker Schwesternschaft feiert 110-jähriges Bestehen

18.11.2015

Mit einem Festgottesdienst und einer Rückschau auf ihre Geschichte feierte die Korker Schwesternschaft ihr 110-jähriges Bestehen.

In seiner Predigt nahm der frühere Landesbischof der Ev. Landeskirche in Baden, Dr. Ulrich Fischer, Bezug auf den Leitspruch, unter den sich die Korker Schwestern 1940 gestellt hatten. „Fürchte Dich nicht!“ Aus dem Zuspruch des Bibelworts hätten die Schwestern für ihre Arbeit in verschiedenen Feldern der heutigen Diakonie Kork immer wieder Gewissheit und Ermutigung erfahren. Der Leitspruch habe den Schwestern in schwierigen Situationen Kraft gegeben und die Sicherheit, dass sie bei ihren Aufgaben nicht alleine sind. Das Wort, an zahlreichen Stellen in der Bibel zitiert, sei für die Schwestern ein Begleiter in der Vergangenheit sowie in Gegenwart und Zukunft. Für den Verwaltungsrat der Diakonie Kork würdigte Dekan Günther Ihle die Arbeit der Korker Schwestern. Sie seien der „Urboden“ für die Arbeit in der Diakonie Kork. Er dankte ihnen für ihren Dienst an Menschen mit Behinderungen sowie zur Ehre Gottes. Musikalisch begleitet wurde der Festgottesdienst durch die Organistin Carola Maute und durch die Kantorei des Kirchenbezirks Kehl.

Mit roten Rosen bedankte sich Günther Ihle, stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzender der Diakonie Kork bei den Korker Schwestern: Jutta Gebert, Helga Veitel, Erdmute Fritz, Gisela Spittler, Dora Zimmermann, Helga Baum und Ilse Wolfsdorff, Oberin (v.l.). Weitere fünf geehrte Schwestern sind nicht im Bild.
Mit roten Rosen bedankte sich Günther Ihle, stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzender der Diakonie Kork bei den Korker Schwestern: Jutta Gebert, Helga Veitel, Erdmute Fritz, Gisela Spittler, Dora Zimmermann, Helga Baum und Ilse Wolfsdorff, Oberin (v.l.). Weitere fünf geehrte Schwestern sind nicht im Bild.

Nach einem Totengedenken auf dem Korker Friedhof ließen die Oberin Ilse Wolfsdorff und Klaus Freudenberger, Leiter Kommunikation, die Geschichte der Korker Schwesternschaft Revue passieren. Christlich motivierte Frauen hatten seit Gründung der diakonischen Einrichtung 1892 in einer Dienst- und Glaubensgemeinschaft gelebt und gearbeitet. Im Gegensatz zu anderen Schwesternschaften hatten die Korker Schwestern ausschließlich in Kork gearbeitet. Als „Werkschwestern“ waren sie stets der Arbeit eng verbunden. Als Gründungsakt für die Schwesternschaft wird die Zustimmung des Aufsichtsrats der „Heil-und Pflegeanstalt für Epileptische“ zur Satzung am 16. November 1905 betrachtet. Sie enthält erstmals Regelungen zur Vergütung, zu Arbeits- und Urlaubszeiten sowie zur Altersversorgung, aber auch zur Aufnahme in die Gemeinschaft und zur Lebensführung als Diakonisse. Dass zunächst der Dienst am Nächsten die Schwestern verband erklärt auch, dass erstmalig 1940 in Stetten/Remstal Schwestern eingesegnet wurden. Mit Kriegsbeginn war die gesamte Einrichtung in die Anstalt Stetten evakuiert worden. Nur zwölf Tage später wurden in einer Geheimaktion 70 Frauen und Mädchen „verlegt“ in eine andere Einrichtung. Wie sich innerhalb weniger Wochen zeigte, war dies die Tötungsanstalt Grafeneck. Auch die staatlich angeordnete Ermordung von weiteren 43 Menschen belastete viele Schwestern bis ins hohe Lebensalter.
Der frühere Vorstandsvorsitzende Prof. Joachim Walter widmete sich in seinem Vortrag der Einbindung der Schwestern in das Umfeld. Insbesondere durch die Pflege alter Menschen im Korker Schloss und durch die Arbeit im Ev. Diakonissenkrankenhaus Kork bis 2000 wurden die Schwestern durch die Bevölkerung wahrgenommen. Ein weiteres Begegnungsfeld waren freiwillige Sonntagsdienste in der diakonischen Einrichtung sowie eine Ausbildung an der Krankenpflegeschule Kork.
Derzeit besteht die Korker Schwesternschaft aus vier Diakonissen und acht diakonischen Schwestern, die alle im sogenannten „Feierabend“ sind.

 

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