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Ärztlicher Direktor in „Report Mainz“

14.01.2016

(fb) Zwei anfallshemmende Medikamente, die für Patienten in Deutschland nicht vertrieben werden, machte „Report Mainz“ am Dienstag, 12. Januar 2016 im Programm der ARD zum Thema. Da die Antiepileptika jedoch rezeptiert werden können, sind sie über Bestellung im Ausland zugänglich - meist auf eigene Kosten.

Der Ärztliche Direktor des Epilepsiezentrums Kork, Prof. Dr. Bernhard Steinhoff, nahm zu diesem Vorgang in „Report Mainz“ Stellung.
Durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) wird der Vertrieb der beiden anfallshemmenden Medikamente in Deutschland blockiert. Nach diesem Gesetz muss der Hersteller nachweisen, dass sein Medikament gegenüber anderen Medikamenten einen Zusatznutzen im Vergleich zu verfügbaren Standardtherapien für denselben Anwendungsbereich bringt.
Seit 2011 stehen in Deutschland nur noch dann Medikamente allen Patienten zur Verfügung, wenn sie neben der Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) auch noch eine Überprüfung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) erfolgreich bestehen. Für Epilepsien sind jedoch die Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) nicht zu erfüllen, da es keine Standardtherapie gibt, gegen die neue Medikamente getestet werden können. Epilepsiepatienten reagieren – auch bei gleicher Form der Erkrankung – auf Therapien ausgesprochen individuell. Ein direkter Vergleich zwischen zwei Epilepsiemedikamenten zur Bestimmung des Zusatznutzens ist daher nicht sinnvoll.
Aus rein methodischen Gründen sind daher beide Medikamente an der frühen Nutzenbewertung durch den G-BA gescheitert. Der reale Nutzen für die Patienten wurde nicht berücksichtigt. Die Folge: diese Medikamente stehen genau den Patienten nicht zur Verfügung, die nicht anfallsfrei sind und dringend neue Therapiemöglichkeiten benötigen. Im restlichen Europa können die Betroffenen weiterhin von diesen Medikamenten profitieren.

 

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