Neuer Stützpunkt für das Ambulant Betreute Wohnen

29.06.2018

Der Bereich Offene Hilfen der Diakonie Kork hat in der Villa Riwa einen Stützpunkt für ein zweites Team des Ambulant Betreuten Wohnens (ABW) eingerichtet. Von hier aus können sich die Mitarbeitenden besser um ihre in Kehl lebenden Klienten kümmern.

Von links nach rechts: Julian Schulte, Oliver Förster (Leiter Offene Hilfen), Sybille Hetzel, Jens Rampelt und Wolfgang Scholz (Leitung ABW), Marita Bartosch und Traudel Heitzmann.

Mit einem kleinen Festakt im Begegnungscafé der Villa Riwa nahm das neue Team des Ambulant Betreuten Wohnens (ABW) der Diakonie Kork offiziell seine neuen Räume in der Kreuzmatt in Betrieb. Geladen waren auch Vertreter der vielen sozialen Einrichtungen, die ebenfalls in der Villa Riwa ihren Sitz haben. „Wir freuen uns, dass wir in diesem sich so positiv entwickelnden Quartier eine Bleibe gefunden haben“, sagte Oliver Förster, Leiter der Offenen Hilfen. Die beiden Räume im Dachgeschoss – ein Büroraum und ein Besprechungszimmer - werden für die in Kehl lebenden Klienten des ABW und ihre Betreuer neuer Stütz- und Anlaufpunkt sein. Daneben besteht die Möglichkeit, die Räume des Begegnungscafés mitzubenutzen.
Das Angebot des Ambulant Betreuten Wohnens existiert seit der Jahrtausendwende und richtet sich an Menschen mit Beeinträchtigungen, die in einer eigenen Wohnung oder einer Wohngemeinschaft leben möchten. Die Mitarbeitenden unterstützen ihre Klienten bei Alltagsdingen, bei denen sie Hilfe brauchen, oder sind in schwierigen Situationen für sie da. Das ABW-Angebot soll nicht nur Menschen mit Epilepsie ansprechen, sondern alle, die eine körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigung haben, mit der sie aber weitgehend selbständig leben können.
2008 wurde das erste eigenständige Team des ABW mit drei Mitarbeitenden gegründet, die sich um sechs Klienten kümmerten. Mittlerweile werden 97 Klienten betreut; ein Drittel davon lebt in Kehl. „Schon aus organisatorischen Gründen ist es gut, ein eigenes Team in Kehl zu haben“, sagt Wolfgang Scholz, Leiter des Ambulant Betreuten Wohnens. Auch den Klienten, die oft nur über eine eingeschränkte Mobilität verfügen, kommt das entgegen. Viele Freizeitangebote der Offenen Hilfen wie beispielsweise das Café Mahlzeit finden bislang nur in Kork statt. Durch die Möglichkeit, das barrierefreie Begegnungscafé und die große Küche in der Villa Riwa zu nutzen, können künftig auch hier Freizeittreffs für die Klienten des ABW organisiert werden. Viele von ihnen seien einsam und es fehle ihnen an sozialer Kompetenz, so Wolfgang Scholz. Umso wichtiger sei es, dass sie mit anderen in Kontakt kommen, die in derselben Lebenssituation stehen.
Neben den räumlichen Möglichkeiten, die die Villa Riwa bietet, setzt das Team des ABW auf Vernetzung und Kooperation mit den anderen sozialen Institutionen im Haus. Das stößt auf Gegenseitigkeit: „Ich bin sehr froh, dass sich das Haus langsam mit Einrichtungen füllt, die in ihrer Ausrichtung hierher passen“, sagte Claudia Mündel, Leiterin der Gemeinwesenarbeit Kreuzmatt bei der Einweihung. Edeltraut Böhler vom Frauen- und Mütterzentrum bot eine Zusammenarbeit mit den Klientinnen des ABW an: „Unser Anliegen ist es, die Menschen zu vermischen und zusammenzubringen“, sagte sie.

ABW (Ambulant Betreutes Wohnen)
Villa Riwa
Richard-Wagner-Straße 5
77694 Kehl

Kontakt:
Wolfgang Scholz
Tel. 0176 / 18 41 13 92
wscholz@diakonie-kork.de

Jens Rampelt
Tel. 0176 / 18 41 13 98
jrampelt@diakonie-kork.de

 

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