Menschen mit einer Epilepsie kompetent beraten

01.02.2019

„Wir sind für alle Menschen mit einer Epilepsie da, für ihre Angehörigen, Freunde oder Arbeitgeber“, so Karin Drinsinger von der Epilepsieberatungsstelle der Diakonie Kork. Dabei bildet die telefonische Beratung einen großen Schwerpunkt der Arbeit. Epilepsiekranke Menschen dürfen oft nicht Auto fahren und können daher nicht persönlich nach Kork kommen. Ratsuchende erhalten Informationsflyer, Dokumenten per E-Mail, Fax oder auch der Post - kostenlos wie auch die Beratung selbst.

Situation vor Ort

Frau M. war am Telefon den Tränen nahe. Ihre kleine Tochter Julia, die bereits in den ersten Monaten ihres Lebens Krampfanfälle hatte, sollte nicht in den örtlichen Kindergarten aufgenommen werden. Die beiden Mitarbeiterinnen der Epilepsieberatungsstelle, Karin Drinsinger und Rita Otto-Willeke, werden in solchen und ähnlichen Situationen immer wieder um Hilfe und Rat gebeten.
Sei es der Busfahrer, der durch eine plötzlich aufgetretene Epilepsie seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, oder der junge epilepsiekranke Mann, dessen Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis abgelehnt wurde. „Wir sind für alle Menschen mit einer Epilepsie da, für ihre Angehörigen, Freunde oder Arbeitgeber“, so Karin Drinsinger.

 

Unser Projekt

Die telefonische Beratung bildet einen großen Schwerpunkt der Epilepsieberatungsstelle. Epilepsiekranke Menschen dürfen oft nicht Auto fahren und können daher nicht persönlich nach Kork kommen. Ratsuchende erhalten Informationsflyer, Dokumenten per E-Mail, Fax oder auch der Post - kostenlos wie auch die Beratung selbst. Neben der persönlichen Beratung gehören Schulungen von Erzieherinnen in Kindergärten, Mitarbeitenden sozialer Einrichtungen oder Behörden zu den Aufgaben von Rita Otto-Willeke und Karin Drinsinger. Im Falle der kleinen Julia wurden die Erzieherinnen des betreffenden Kindergartens geschult und auch die Eltern dazu eingeladen. Am Ende waren die Befürchtungen verflogen und Julia wurde aufgenommen.

 

Ihre Mithilfe

 „Wir sind die einzige Epilepsieberatungsstelle in Baden-Württemberg und auch Anlaufstelle für Menschen aus dem Saarland, Hessen und dem benachbarten Elsass“, so Prof. Dr. Bernhard Steinhoff, Ärztlicher Direktor des Epilepsiezentrums. In den ersten vier Jahren wurde die Beratungsstelle von „Aktion Mensch“ finanziert. Seit Ende 2016 wird sie von der Diakonie Kork aus Eigenmitteln fortgeführt. Helfen Sie uns mit Ihrer Spende!

 
 

Projekte

Mailand-San Remo
für Kinder mit Epilepsie

Ein Patient der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche dankt mit einer Spendenaktion für die erfolgreiche Behandlung.

Beratungsstellen

Das Epilepsiezentrum Kork trägt die EpilepsieBeratungsstelle in Kork mit einer Außenstelle in Karlsruhe.

Menschen ohne Lautsprache oder mit eingeschränkten Möglichkeiten zur Artikulation erhalten umfassende Beratung über technische und nicht technische Hilfsmittel in der Beratungsstelle "Unterstützte Kommunikation".

Hier gibt es Wissenswertes zur Krankheit "Epilepsie".

Modellprojekt Epilepsie

Das "Modellprojekt Epilepsie" unterstützt die berufliche Integration junger Menschen mit Epilepsie und weiteren Beeinträchtigungen.

mitMenschPreis

Das Projekt "zueinander-miteinander-füreinander" wurde mit dem mitMenschPreis ausgezeichnet und im Film dokumentiert.

 
 

 © Diakonie Kork