Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ)

Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung ist im Sinne der Inklusion nach außen und nach innen geöffnet. Es bildet mit der im Schuljahr 2016/17 eingerichteten Gemeinschaftsschule einen Verbund. Hinsichtlich der Konzeption, Organisation und Trägerschaft unterscheidet es sich von anderen Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren im Ortenaukreis und darüber hinaus. Für Schülerinnen und Schüler bietet es einen Lern-, Lebens- und Erfahrungsraum, in dem die Freude am individuellen und am gemeinsamen Lernen im Vordergrund steht. Die Potentiale jedes einzelnen werden gefördert und Stärken sichtbar gemacht. Verschiedenheit wird von allen als Bereicherung für alle gesehen.

Kooperative Organisationsformen

Um unseren Schülerinnen und Schüler Teilhabe zu ermöglichen und dabei gelichzeitig auch regionale Bezüge herzustellen, haben wir neben den inklusiven Klassen an der Stammschule auch verschiedene Kooperative Organisationsformen (Außenklassen) im Ortenaukreis eingerichtet.
Jede Klasse hat auf der Grundkage des Schulprofils ihre eigene Schwerpunkte mit vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten und unterschiedliche Formen des gemeinsamen Lernens entwickelt.

Schwarzwaldschule Appenweier

Seit dem Schuljahr 2012/13 hat unsere Schulverbund eine Kooperative Organisationsform (Außenklasse) an der Schwarzwaldschule in Appenweier eingerichtet. 6 unserer Schülerinnen und Schüler mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen im Alter von 16 – 21 Jahren besuchen diese Klasse und kooperieren in ganz unterschiedlicher Weise und Intensität mit den Klassen der Schwarzwaldschule in Appenweier. Aufgrund der Umbaumaßnahmen an der Schwarzwaldschule ist unsere Lerngruppe jedoch derzeit vorübergehend in den Räumen unserer Stammschule in Kork untergebracht.

Rheinau-Rheinbischofsheim

8 unserer Schüler mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen im Alter von 14-23 Jahren lernen in der kooperativen Organisationsform am Anne Frank Gymnasium (AFG). Die kooperative Organisationsform besteht seit dem Schuljahr 2007/2008. Die Schüler fühlen sich am AFG sehr wohl, genießen den kooperativen Unterricht und die vielen Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern am AFG.

Kehl

Seit dem Schuljahr 2015/16 besuchen 7 unserer Schülerinnen und Schüler mit körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen im Alter von 14- 22 Jahren die kooperative Organisationsform am Einsteingymnasium in Kehl. Auch hier sind unsere Jugendliche herzlich willkommen und nehmen rege an den gemeinsam gestalteten Unterrichtsangeboten, an den gemeinsaen Pausen und am gemeinsamen Mittagessen teil.

Kork

Auch unsere Grundstufe hat sich nach außen geöffnet und ist in die Grundschule Kork eingezogen. 5 unserer Schülerinnen und Schüler mit körperliche und motorischen Beeinträchtigungen im Alter von 8 – 11 Jahre besuchen derzeit diese kooperative Organisationsform. Neben gemeinsamen Unterrichtssequenzen finden gemeinsame Projekte, Feste und Feiern, bei denen das Miteinander im Vordergrund steht, statt.

Klinikklassen

In den Klinikklassen (vergleichbar einer Klinikschule) werden schulpflichtige Patientinnen und Patienten des Epilepsiezentrums unterrichtet. Räumlich und organisatorisch sind die Klinikklassen dem Oberlin-Schulverbund, einer Einrichtung mit Gemeinschaftsschule und Sonderpädagogischem Bildung- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung angegliedert. Das Kollegium der Klinikklassen besteht aus Grund- und Hauptschullehrer/-innen und Lehrkräften der Sonderpädagogik. In den Klinikklassen werden Schülerinnen und Schüler aller Bildungsgänge unterrichtet. Über den reinen Unterricht hinaus bieten die Klinikklassen Beratung zum Themenkomplex Schule und Epilepsie, sowohl für die Schüler selbst als auch deren Eltern und Lehrerinnen/Lehrern an den jeweiligen Heimatschulen.

Epilepsie und Schule

  • Sie benötigen allgemeine Informationen über Epilepsie und ihre möglichen Auswirkungen auf den Alltag in der Schule?
  • Sie wünschen Beratungen für eine angemessene Begleitung eines Schülers oder einer Schülerin?
  • Sie suchen Unterstützung bei der Integration eines Schülers oder einer Schülerin?

Unsere Angebote

  • Aufklärung zum Thema Epilepsie
  • Beratung und Begleitung von Lehrkräften
  • Gemeinsame Entwicklung praxisnaher, pädagogischer Konzepte
  • Angebote in der regionalen Lehrerfortbildung Kooperation mit Beratungslehrer/innen und den Schulämtern
  • Beratung ganzer Klassen
  • Gestaltung von Elternabenden, Konferenzen und Pädagogischen Tagen zum Thema Epilepsie
  • Vermittlung von Adressen und Institutionen
  • Wir kooperieren eng mit den medizinischen und psychologischen Fachkräften und der Epilepsieberatungsstelle des Epilepsiezentrums Kork.

Kontakt

Barbara Tonnelier
Telefon: 07851/ 84 – 5801
Fax: 07851/ 84 – 5805

E-Mail: sopaed-epilepsie@diakonie-kork.de

Diakonie Kork
Oberlin-Schulverbund
Landstraße 1
77694 Kehl

Pädagogische Beratungsstelle – Frühe Kindheit und Epilepsie

Die Pädagogische Beratungsstelle – Frühe Kindheit und Epilepsie ist ein Angebot des Oberlin-Schulverbunds der Diakonie Kork. Wir arbeiten in enger Kooperation mit den Fachkräften der Epilepsieklinik für Kinder- und Jugendliche. Unsere Aufgabe besteht darin, die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen und zu fördern, um ihnen weitestgehend Aktivität und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Die Begleitung und Unterstützung ihrer Eltern und Bezugspersonen ist uns dabei ein wichtiges Anliegen. Unsere Angebote sind freiwillig und kostenlos.

Wer kann sich an uns wenden

Wir begleiten und fördern Kinder von Geburt bis Schuleintritt, die stationär in der Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche der Diakonie Kork behandelt werden. Auf Wunsch beraten, unterstützen und stärken wir deren Eltern und Bezugspersonen. Mit Einverständnis der Eltern sind wir auch Ansprechpartner für Einrichtungen und Fachkräfte, die unsere Klienten zu Hause begleiten.

Wir bieten

  • Fortsetzung der Betreuung von Kindern, die zu Hause Frühförderung erhalten
  • Ergänzende heil- und sonderpädagogische Beobachtung 
  • Entwicklungsdiagnostik
  • Spielerische Entwicklungsförderung in Kleingruppen und im Einzelsetting
  • Unterstützung von (ersten) Erfahrungen in der Kindergruppe
  • Abwechslungsreiche Aktivitäten (Musik-, Sport- und Kreativangebote, Natur-und Umwelterfahrungen, Backen)
  • Basale Angebote (Snoezeln, Basale Stimulation und Kommunikation)
  •  Eltern-Kind-Gruppen (Spielgruppe, Basteln, Schwimmen)

Unsere Angebote

  • Elterncafé, um Kontakte zu knüpfen und zum Erfahrungsaustausch
  • Information und Beratung über individuelle Unterstützung und Bildungsmöglichkeiten des Kindes
  • Weitervermittlung an wohnortnahe Frühförderstellen und andere geeignete Einrichtungen
  • Infoveranstaltungen für Eltern zu unterschiedlichen Themen (z.B. Unterstützte Kommunikation, Kinästhetik)

Bei Interesse können Sie sich gerne an die Mitarbeiterinnen der Pädagogischen Beratungsstelle – Frühe Kindheit und Epilepsie des Oberlin-Schulverbundes wenden:

  • Simone Lausmann (Heilpädagogin B.A.)
  • Sylvie Goessel (Sonderschullehrerin)
  • Sonja Bast (Gesundheits-und Kinderkrankenpflegerin)

Die Pädagogische Beratungsstelle – Frühe Kindheit und Epilepsie hat von Montag bis Freitag geöffnet (an Feiertagen geschlossen).

Kontakt

Tel:     07851 / 84 – 5700
E-Mail: fruehekindheit-epilepsie@diakonie-kork.de