Besuch aus Stuttgart im Oberlin-Schulverbund der Diakonie Kork: Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport der baden-württembergischen Landesregierung, informierte sich vor Ort über die schulische Arbeit und die Rahmenbedingungen einer zukunftsorientierten Bildung für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Beeinträchtigung. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der direkte Austausch über die Voraussetzungen, die es braucht, um Kinder und Jugendliche professionell, individuell und unter guten Bedingungen in einem inklusiven Setting zu begleiten.
Schülerinnen und Schüler führten die Besucherin durch die Unterrichtsräume und gaben dabei einen lebendigen Einblick in ihren Schulalltag. So wurden zentrale Themen unmittelbar erfahrbar und Herausforderungen wie der bestehende Raummangel deutlich sichtbar. Darüber hinaus nahm Kultusministerin Schopper am Unterricht einer sechsten Klasse teil und kam dabei direkt mit den Jugendlichen ins Gespräch.
Im anschließenden Austausch mit der Schulleitung sowie Vertretern des Evangelischen Schulwerks, des Regierungspräsidiums Freiburg und des Elternbeirates wurden einzelne Aspekte, die bereits während des Rundgangs sichtbar geworden waren, vertieft. Dabei wurde deutlich, dass gute Bildung mehr braucht als engagierte Arbeit vor Ort. Aus Sicht des Oberlin-Schulverbunds zählen dazu unter anderem individuell auf die Schüler und Raumschaft angepasste Schulkonzepte, ausreichend qualifizierte Lehrkräfte mit vergleichbaren Deputaten und einer gleichwertigen Bezahlung sowie eine verlässliche Refinanzierung von Schulsozialarbeit und schulpsychologischer Unterstützung – auch für Privatschulen.
Weitere Themen waren die Notwendigkeit einer zeitgemäßen digitalen Ausstattung inklusive Hard- und Software sowie eines professionellen technischen Supports, klare Regelungen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz im schulischen Kontext und die Weiterentwicklung von Prüfungsformaten. Zudem wurden das Selbstverständnis von Inklusion, Investitionen in Schulhausbau und Schulsanierung sowie eine kostendeckende Finanzierung von Privatschulen als zentrale Zukunftsfragen benannt.
Der Besuch von Kultusministerin Schopper unterstrich die Bedeutung des Dialogs zwischen Politik und schulischer Praxis. „Schulentwicklung steht und fällt mit dem Austausch“, so die Schulleiterin Bettina Maria Herr. Ziel des Oberlin-Schulverbunds ist es, gemeinsam Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln, die es allen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, notwendige Kompetenzen für ihre Zukunft zu erwerben – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen.
