Am 12. Juni 2026 fand der bundesweite Aktionstag mit dem Slogan „Kein Geld. Keine Versorgung. – Wir sind für Sie da. Solange wir noch können.“ gegen das Beitragssatzstabilisierungsgesetz statt. Der Entwurf zu diesem Gesetz wurde Ende April im Bundeskabinett beschlossen und soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Wenn das Gesetz so in Kraft träte, hätte das spürbare Auswirkungen auf die medizinische Versorgung der Menschen im Land. Deshalb schlossen zahlreiche Krankenhäuser in Baden-Württemberg und anderen Ländern für eine bestimmte Zeit ihren Haupteingang. Damit sollte verdeutlicht werden, welche Folgen das Gesetz haben würde, wenn es unverändert in Kraft träte: Längere Wege und weniger Angebote. Auch das Epilepsiezentrum der Diakonie Kork schloss von 11 bis 13 Uhr symbolisch seinen Haupteingang.

„Wenn Tarifsteigerungen nicht mehr vollständig refinanziert werden, wenn Pflegebudgets gekürzt werden und gleichzeitig die Bürokratie weiter wächst, dann trifft das direkt die Menschen, die auf uns angewiesen sind und würde die Versorgung nachhaltig verändern beziehungsweise einschränken.“, so Jürgen Knosp, Verwaltungsdirektor des Epilepsiezentrums Kork.

„Damit der Slogan „Kein Geld. Keine Versorgung.“ nicht Realität wird, appellieren wir an die politischen Entscheidungsträger, die geplanten Kürzungen zu überdenken und eine verlässliche Finanzierung der Krankenhäuser sicherzustellen. Denn wir sind für die Menschen da. Damit das so bleibt, brauchen wir eine stabile und auskömmliche Finanzierung“. Mit der Teilnahme am Aktionstag wird deutlich gemacht: Sparmaßnahmen bleiben nicht ohne Folgen. Sie treffen die Bevölkerung direkt. Und sie gefährden das, was unser Gesundheitssystem ausmacht – Verlässlichkeit, Nähe und Sicherheit.