Mitglieder des Evangelischen Bundesfachverbandes für Teilhabe (BeB) in Baden-Württemberg haben die Kampagne Nicht am Menschen sparen gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe initiiert. Der BeB trägt diese Initiative auf die Bundesebene und ruft gemeinsam mit seinen Mitgliedern dazu auf, sich aktiv gegen Leistungskürzungen einzusetzen.

Die Diakonie Kork beteiligt sich als Mitglied des BeB ausdrücklich an dieser Kampagne und lehnt unter dem Leitgedanken Nicht am Menschen sparen Einsparungen zulasten von Menschen mit Behinderung entschieden ab.

Kürzungen gefährden die Teilhabe: In allen Bundesländern stehen Leistungen für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung unter Druck. Teilweise wurden bereits Kürzungen vorgenommen, andernorts werden sie diskutiert. Diese Entwicklung gefährdet die gesellschaftliche Teilhabe und hat gravierende Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen. Gleichzeitig bleibt übermäßige Bürokratie als zentraler Kostentreiber des Bundesteilhabegesetzes weitgehend unberücksichtigt.

Pfarrer Frank Stefan, Vorsitzender des BeB, erklärt „Wer an der Eingliederungshilfe spart, spart nicht an Strukturen, sondern an Menschen. Es geht hier nicht um Posten im Haushalt, sondern um das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Dieses Recht ist unantastbar. Eine Gesellschaft zeigt ihren Zusammenhalt daran, wie sie die Schwächsten schützt. Genau daran dürfen wir jetzt nicht scheitern.“

Kampagne macht Folgen sichtbar: Die Kampagne macht die konkreten Folgen von Leistungskürzungen sichtbar und sammelt Erfahrungen aus dem Alltag. Zugleich richtet der BeB klare Vorschläge an die politischen Verantwortlichen.

Teilhaberecht anerkennen und umsetzen: Aktuelle Vorschläge verdrängen personenzentrierte Leistungen zugunsten pauschaler Angebote und stellen Teilhabe als Kostenfrage dar. Das widerspricht inklusiven Zielen und der UN-Behindertenrechtskonvention. Besonders Leistungen für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf sind gefährdet.

Bürokratie abbauen und Digitalisierung stärken: Kürzungen lösen keine strukturellen Probleme. Der BeB fordert Bürokratieabbau und mehr Digitalisierung, um Prozesse effizienter zu gestalten. Hier können enorme Verwaltungs- und Personalkosten gespart werden.

Für die Kampagne gibt es zahlreiche Materialien, die zum Teilen und Mitmachen einladen. Alle Materialien stehen auf der Kampagnenseite des BeB zum Download bereit. Für Rückfragen und weitere Informationen zu den Materialien wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des BeB.