
Am 28. und 29. Mai durften wir in Kork die 33. Jahrestagung der Europäischen Epilepsiezentren (EAEC) organisieren und durchführen. Die Mitglieder dieser Vereinigung zeichnen sich dadurch aus, dass sie ganz ähnlich wie die Diakonie Kork auf Gründungen und Stiftungen zurückgehen, die es sich überweidend schon im 19. Jahrhundert zur Aufgabe gemacht haben, vor christlichem Hintergrund die Fürsorge für Menschen mit Epilepsie zu verbessern. Wohnbereiche, Werkstätten, Schulen und Kliniken gehören dazu. Die EAEC wurde vor über 30 Jahren gegründet. In Kork fand die 33. Jahrestagung statt.
Diesmal waren neben Deutschland (Berlin und Bernau, Bethel, Kork), die Schweiz (Zürich), Norwegen (Oslo), Dänemark (Dianalund), Frankreich (La Teppe) und die Niederlande (Kempenhaeghe) repräsentiert. Weitere, diesmal nicht vertretene Mitglieder sind Kleinwachau bei Dresden, Chalfont bei London und Glasgow.
Traditionell wurde der erste Tag mit Berichten aus den Zentren eröffnet. Dabei kommen aktuelle Probleme und Lösungsansätze zur Sprache, und es war wie immer erstaunlich, wie ähnlich die Herausforderungen länderüberschreitend sind. Unterschiede beruhen häufig auf nationalen Eigenheiten der Gesetzgebung und der Finanzierung, Gemeinsamkeiten auf der grundsätzlichen besonderen Verantwortung unseren Klienten und Patienten gegenüber.
Über Mittag fanden Führungen durch das Epilepsiezentrum und auf dem Campus der Diakonie Kork statt.
In weiteren Sitzungen wurden überwiegend wissenschaftliche Projekte aus den Zentren vorgestellt und diskutiert. Kork war mit mehreren Beiträgen vertreten. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf neuen diagnostischen und therapeutischen Methoden und Perspektiven, vor allem hinsichtlich des Einsatzes künstlicher Intelligenz.
Am 29. Mai berichtete Herr Stefan darüber hinaus über die aktuellen Herausforderungen, denen sich die Diakonie Kork aufgrund der veränderten Sozialgesetzgebung stellen muss und stellt.
Abschließend wurden Themen für das nächste Treffen besprochen, das in Dianlaund in Dänemark am 27.01. stattfinden wird.
Herzlichen Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zum Gelingen dieser Tagung mit großem Einsatz beigetragen haben.
Prof. Dr. Bernhard Steinhoff