Daten zur Geschichte

1892

Gründung der „Heil- und Pflegeanstalt für epileptische Kinder im Großherzogthum Baden“ durch die Großherzogin Luise von Baden in Zusammenarbeit mit dem Landes­verein für Innere Mission.
Die ursprüngliche Aufgabenstellung bezog sich auf die Schulausbildung epilepsiekran­ker Kinder, die wegen ihrer Anfälle der Schule verwiesen worden waren. Sie wurden im Korker Schloss aufgenommen und konnten zum Teil nach ihrer Schulzeit wieder an ihren Her­kunftsort entlassen werden. Damals wie heute gab es jedoch auch Men­schen, die wegen der Schwere ihrer Epilepsie und einer zusätzlichen geistigen oder körper­lichen Behinderung nicht zu Hause betreut werden konnten, so dass sie auf einen Dauerauf­enthalt in Kork angewiesen waren. Als erste Erweiterung wurde 1896 die Alte Landschreiberei gekauft.

Nachdem auch Erwachsene in Kork aufgenommen wurden, nannte sich die Einrich­tung „Heil- und Pflegeanstalt für Epileptische“.

Neubau eines weiteren Wohnheims, mit dem der Raumbedarf gedeckt werden sollte, der aufgrund großer Nachfrage entstanden war. Das Haus diente nach 1950 als Evange­lisches Diakonissenkrankenhaus Kork.
Ende der 30er Jahre lebten bereits rund 260 Menschen mit Epilepsie und zusätzlichen Behinderungen in Kork.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde die Einrichtung nach Stetten im Remstal evakuiert. Sie kehrte erst im Sommer 1940 nach Kork zurück.

In zwei Transporten wurden 113 Kinder, Jugendliche und Erwachsene nach Grafen­eck auf der Schwäbischen Alb deportiert und dort im Zuge der „Aktion T 4“ vergast und ver­brannt.
(Im gesamten Deutschen Reich wurden 1940 und 1941 insgesamt 70.000 Menschen, die in Heil- und Pflegeanstalten und in landespsychiatrischen Krankenhäusern lebten, systematisch erfasst und ermordet, weil sie krank oder behindert waren.)

Im Zusammenhang mit der Tötungsaktion wurde der Name der Einrichtung auf „Korker Anstalten – Heime für Kranke, Gebrechliche und Alte“ geändert. Zugleich wurde das Auf­gaben­gebiet der Einrichtung auf die Pflege alter, nicht epilepsiekranker Menschen erwei­tert.

Da die Stadt Kehl bis 1953 französisch besetzt war, wurde in Kork das Diakonissen­krankenhaus mit 40 Betten in einer Chirurgischen Abteilung eröffnet, 1950 folgte die Eröffnung einer Abteilung für Innere Medizin (40 Betten) sowie eine Entbin­dungs­station.

Einrichtung einer provisorischen Werkstatt für Behinderte. Bis zu diesem Zeitpunkt fan­den erwachsene Bewohnerinnen und Bewohner Beschäftigung oder einen Ar­beitsplatz in der Hauswirtschaft, in der hauseigenen Gärtnerei oder in der Landwirt­schaft.

Neubau der Oberlinschule, einer Schule für körperbehinderte Schüler.
Ursprünglich war die Schule Teil der Heimsonderschule mit Wohnangeboten für Kinder und Jugendliche.

Die Epilepsieklinik für Kinder und Jugendliche mit 44 Betten verbessert die regio­nale und überregionale medizinische Versorgung für epilepsiekranke Menschen, die an therapieresistenten Epilepsien leiden.

Eröffnung der Fachschule für Sozialpädagogik – Fachrichtung Heiler­zie­hungspflege – mit 60 Ausbildungsplätzen.

Neubau der Werkstatt für Behinderte mit seinerzeit 120 Plätzen.
In den Hanauer­land Werkstätten arbeiten derzeit ca. 270 und im Berufsbildungsbereich ca. 25 Personen aus Wohnangeboten des Wohn­verbunds Kork sowie aus den umliegenden Gemeinden. In der Heil­pädagogischen Förderung werden ca. 220 schwer oder schwerstmehrfach behinderte Menschen tagsüber begleitet und betreut.

Schließung der Chirurgischen Abteilung des Korker Krankenhauses im Rahmen des Krankenhausbedarfsplanes Baden-Württemberg.
Erweiterung der Epilepsieklinik für Erwachsene auf 48 Betten und Erweiterung der Präoperativen Diagnostik.

Fertigstellung und Bezug des Wohnheims am Lydia-Pfeifer-Weg für 54 erwachsene mehrfach behinderte Menschen.
Start der Aktion „Korken für Kork“.

Einrichtung einer Zweigwerkstatt im BASF-Industriepark Willstätt mit 80 Arbeitsplätzen.
Sanierung und Umbau der denkmalgeschützten „Alten Landschreiberei“ für die Nut­zung als Begegnungsstätte für behinderte und nicht behinderte Menschen.

Verstärkte Zusammenarbeit mit dem Neurozentrum des Universitätsklinikums Freiburg und Eröffnung des „Epilepsiezentrums Freiburg – Kork“. Die Einstufung in ein „Epilep­siezentrum Grad IV“ beinhaltet sowohl die Intensiv-Diagnostik als auch die operative Therapie.
Eröffnung der Werkstatt für psychisch kranke Menschen in Kehl-Sundheim (Am Sundheimer Fort) mit 20 Arbeitsplätzen.

Einführung und Umsetzung eines neuen Erscheinungsbildes für den Träger und für die Geschäftsbereiche.
Eröffnung einer stadtnahen Werkstatt für behinderte Menschen (100 Plätze) in der Ehrmannstraße in Kehl, Eröffnung des Cafés „Alte Landschreiberei“, Lagerneubau mit ca. 1.500 Palettenstellplätzen.
Ende 2000 Schließung der Medizinischen Klinik des Korker Kran­ken­hauses und Einrichtung einer Abteilung mit Ambulanz für schwer­behin­derte Menschen.

Wettbewerb für die Gedenkstätte für die 113 im Jahr 1940 ermordeten Heimbewohner.
Fertigstellung des Neubaus der Epilepsieklinik für Erwachsene.

Zertifizierung der Hanauerland Werkstätten nach DIN EN ISO (9001:2000).
Einweihung der Epilepsieklinik für Erwachsene. 106 Planbetten im gesamten Epilepsiezentrum Kork.
Feierliche Einweihung der Gedenkstätte für die 113 im Jahr 1940 getöteten Heimbewoh­ner.

Gedenken an den 70. Jahrestag der Ermordung von 113 Menschen mit Behinderungen.
Mai 2010: Rezertifizierung der Hanauerland Werkstätten nach DIN EN ISO 9001:2008.
Einweihung Heilpädagogische Förderung in Willstätt
1. Oktober: Pfarrer Frank Stefan folgt Prof. Dr. Joachim Walter als Vorstandsvorsitzender.
Einweihung Wohnhaus in Goldscheuer, Im Konradshurst.

Eröffnung der Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation
Hanauerland Werkstätten eröffnen MühlenCafé in Willstätt.
Eröffnung der Beratungsstelle für Epilepsie

Oberlinschule firmiert (auf Grund einer Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums) als „Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung“ (SBBZ)
Eröffnung der Gemeinschaftsschule ab Schuljahr 2016/2017
Eröffnung Wohnhaus für 24 Menschen mit Behinderungen im Kehler Neubaugebiet „Schneeflären“.

Die Kirchliche Sozialstation Kehl-Hanauerland wird Teil der Diakonie Kork.
Eröffnung des inklusiven Cafés (Café INK) in der Villa RiWa (Richard-Wagner-Straße) in Kehl.

Eröffnung Hotel „KEL KO 1A“ und MRT-Praxis neben dem Epilepsiezentrum
Umzug der Diakonie Sozialstation Kehl-Hanauerland nach Kork
Eröffnung der Tagespflege „Zur Guten Hofstatt“ der Diakonie Sozialstation Kehl-Hanauerland mit 18 Plätzen.

Kindertagesstätte „Regenbogen“ der Diakonie Kork für insgesamt 70 Kinder eröffnet

Ev. Fachschule für Heilerziehungspflege wird zu „Bildungsraum für inklusive Pädagogik und Pflege“

Seit 1. Oktober wird die neue Ausbildung der generalistischen Pflege (Pflegefachperson) im Bildungsraum ausgebildet
Grundsteinlegung für neues Wohnhaus (Kanzmattstraße, Gelände des ehemaligen Gebäudes der Diakonie Sozialstation Kehl-Hanauerland)
Anselm 4.0 – die Diakonie Kork hat zum 1. Januar das evang. Gemeindehaus übernommen mit dem Ziel, es zu einem modernen Treff- und Ausbildungspunkt umzubauen