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Schulerweiterungsbau des Oberlin-Schulverbundes Kork wächst

Jeden Tag ein Stückchen mehr – seit Juni wächst der Schulerweiterungsbau des Oberlin-Schulverbundes der Diakonie Kork stetig. „Es ist toll, dass unsere Schule größer und noch schöner wird und wir bald mehr Schulräume bekommen“, erzählt Dustin. Er ist Schüler in der Berufsschulstufe des inklusiven Schulverbundes und ist, wie viele andere Schülerinnen und Schüler sehr interessiert daran, wie der Neubau vor dem Hauptschulgebäude entsteht.
„Ein innovatives Schulkonzept bedarf auch innovativ gestaltete Schulräume, die den Schülerinnen und Schülern ermöglichen sich zu entfalten und in einer strukturierten, sehr ansprechenden und vielseitig gestaltbaren Lernumgebung zu arbeiten. Wir freuen uns daher sehr, dass wir zum kommenden Schuljahr den Erweiterungsbau beziehen können und mit der ökologischen Bauweise auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten“, so die Schulleiterin, Bettina Maria Herr.

Der 850 qm große, einstöckige Neubau wird unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte in Holzbauweise mit Dachbegrünung gebaut. Die Holzständerwände sind Ende November geliefert worden, die ersten Wände wurden bereits montiert und die Klassenräume nehmen Gestalt an.

„Für die innovative Holzbauweise erhalten wir eine Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg von rund 100.000 Euro“, erzählt Herr. Aufgebaut wie Waben können in den neuen Räumlichkeiten drei sogenannte Lernateliers untergebracht werden. Ein Lernatelier besteht aus einem großen und vier kleinen Räumen sowie jeweils einem Sanitärraum. Alle Räume sind miteinander verbunden und haben einen Zugang nach draußen. Durch diese besondere Aufteilung kann das Konzept des gemeinsamen Lernens im Schulalltag noch besser umgesetzt werden, da die Räume je nach Bedarf variabel genutzt werden können. Einige Klassen der Berufsschulstufe und auch einige der inklusiven Klassen lernen bereits in entsprechenden Räumlichkeiten und schätzen diese sehr. „Insbesondere unsere inklusiven Lerngruppen bzw. Klassen, die sich in der Regel aus 15 Schülern ohne und fünf Schülern mit Beeinträchtigungen zusammensetzen, profitieren von diesem besonderen Raumangebot. Für den gemeinsamen Unterricht, der auf der Grundlage der entsprechenden Bildungspläne auf unterschiedliche Niveaustufen ausgerichtet ist, können wir somit den notwendigen Lern- und Arbeitsraum mit differenzierten Unterrichtsmaterialen vorhalten. Schüler, die zum Beispiel auf Gymnasialniveau lernen möchten, finden in den großzügig gestalteten Lernateliers ebenso ihren Platz und ihre Materialien vor, wie auch Schüler mit komplexen Beeinträchtigungen. Der Schulerweiterungsbau ermöglicht uns unser pädagogisches Konzept weiterauszubauen und für alle Schüler Bildungsangebote zu schaffen“, freut sich die Schulleiterin.